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9Im 3. Jh. v. Chr. waren die Römer und die Karthager die beiden stärksten Mächte im westlichen Mittelmeer. Von 264–241 v. Chr. kam es zwischen ihnen zum sogenannten 1. Punischen Krieg, in dem es um die Vorherrschaft auf der Insel Sizilien ging, wo die Interessengebiete der beiden Mächte direkt aufeinanderstießen. Sizilien wurde die erste römische Provinz, woraufhin die Karthager unter Hannibals Vater Hamilkar begannen, als Ersatz Gebiete in Spanien zu erobern. Nach Hannibals Angriff auf die mit Rom verbündete spanische Stadt Sagunt kam es von 218–201 v. Chr. zum 2. Punischen Krieg. Die Karthager wollten Revanche für den verlorenen ersten Krieg, die Römer wollten ihren Rivalen dauerhaft schwächen. Carthago ist die lateinische Form des punischen Namens Quart Hadasht („Neustadt“). Die Stadt wurde der Sage nach 814 v. Chr., wahrscheinlich aber später von den Phöniziern, einem im östlichen Mittelmeer beheimateten Handels- und Seefahrervolk, als Handelsniederlassung gegründet. Die Stadt dehnte ihren Einfluss über Nordafrika, Sardinien und Teile Siziliens aus und wurde eine führende Macht im westlichen Mittelmeer. Nach dem 1. Punischen Krieg musste sie Sizilien an die Römer abtreten, an die sie kurz darauf auch Sardinien verlor. Zur Zeit Hannibals stritten in Karthago zwei politische Lager um die Macht. Die einen wollten sich mit den Römern verständigen, die Kriegsentschädigung zahlen, sich auf ihre Handelsgeschäfte konzentrieren und zur Tagesordnung übergehen. Die anderen unter der Führung der Barkiden, Hannibals Familie, wollten als Ausgleich für die Verluste neue Gebiete in Spanien erobern und die bisher nur locker kontrollierten Territorien in Nordafrika in einer stabileren politischen Ordnung neu organisieren. Rekonstruktion von Karthago, Musée National de Carthage i i Hannibal – der gefährlichste Gegner Roms1 Die Punischen Kriege Karthago Nu r z u Pr üf zw ec ke n Ei ge nt um d es C .C .B uc hn er V er la gs | |
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